Auch bekannt als

Wunde Füße, Steinprellung

Beschreibung

Prellungen an der Hufsohle treten auf, wenn ein Pferd auf einen Felsen oder eine harte Oberfläche tritt, so dass zusätzlicher Druck auf die Fußsohle ausgeübt wird und eine Prellung entsteht. Eine gequetschte Sohle kann auch durch übermäßiges Hufschneiden oder durch Hufrehe entstehen, die den Huf des Pferdes beeinträchtigt.

Die Prellung führt häufig zur Bildung einer Blutblase oder eines Hämatoms zwischen dem empfindlichen Gewebe und der harten Sohle. Der Druck, der aus dieser Blutblase resultiert, verursacht Schmerzen und Lahmheit. Gequetschte Sohlen sind eine der häufigsten Ursachen für Lahmheit bei Pferden.

Symptome

  • Plötzliche Lahmheit in der Regel in einem Bein
  • Schmerzen im Sohlenbereich
  • Erhöhte Pulsstärke in den Fersenarterien
  • Der Fuß kann sich warm anfühlen
  • Das Schälchen über dem Bereich der Sohlenschmerzen zeigt eine sichtbare Prellung oder einen geröteten Bereich

Ursachen

Unfallverletzungen an der Fußsohle können zu einer Prellung führen. Das Treten auf einen Stein oder ein anderes hartes Objekt ist wahrscheinlich die häufigste Ursache. Wenn Pferde auf hartem, felsigem Boden arbeiten, ist der Sohlenbereich oft unebenen, harten Spitzen ausgesetzt, die leicht zu Blutergüssen führen können.

Ein kleiner Stein kann sich in den Rillen des Frosches verfangen und Blutergüsse verursachen. Das Entfernen von zu viel Horn durch aggressives Trimmen und schlecht sitzende oder alte, abgenutzte Schuhe, die in den Sohlenbereich auftreffen, können ebenfalls zu Blutergüssen führen. Bei einigen Pferden besteht eine Prädisposition für dünne Sohlen und größere, schwerere Rassen scheinen stärker gefährdet zu sein als kleinere Pferde oder Miniaturen.

Prävention

Alle Pferdefüße sollten regelmäßig von einem qualifizierten Hufschmied beschlagen und vor und nach dem Training gepflückt und gründlich gereinigt werden. Bewegung und Arbeiten auf unebenem, felsigem Untergrund sollten vermieden werden, insbesondere bei Pferden mit dünnen Sohlen. Zu viel Zeit auf harten, betonierten Oberflächen sollte ebenfalls vermieden werden.

Hufschutzpolster werden manchmal für Pferde mit dünnen Sohlen verwendet. Zwischen Fuß und Schuh sind Gummi- oder Lederschichten angebracht, so dass die Sohle bedeckt ist. Diese Pads sollten mit Vorsicht verwendet werden, da sie unwirksam und in einigen Fällen schädlich für die Fußgesundheit des Pferdes sein können. Steine und andere Gegenstände können sich zwischen ihnen und der Sohle verfangen.

Behandlung

Wenn eine gequetschte Sohle entdeckt wird, sollten die Schuhe des Pferdes entfernt und die Sohle über die Prellung gelegt werden, um den Lastdruck zu verringern. Ihr Hufschmied oder Tierarzt sollte über die besten Methoden für Ihr Pferd konsultiert werden. Vermeiden Sie übermäßiges Schälen bei Pferden mit dünnen Sohlen, um starke Schmerzen im Fuß des Pferdes zu vermeiden.

Die meisten Hufschmiede und Tierärzte empfehlen, einen Umschlag und einen Schutzverband auf den verletzten Bereich aufzutragen. Um die Heilung zu fördern, wird der Schutzverband nach 24 Stunden entfernt und ersetztmit einem frischen Poutice und Verband für weitere 48 Stunden. Wenn der Fuß nicht mehr schmerzhaft ist, wird er getrimmt und erneut bearbeitet.

Ein Tierarzt sollte angerufen werden, wenn sich die Prellung zu einem Abszess entwickelt oder wenn das Pferd keine zufriedenstellenden Fortschritte macht. Wenn die Sohle infiziert wird, sollte eine Tetanus-Impfung gegeben werden. Ein Pferd mit einer gequetschten Sohle sollte einige Tage ohne Übung gegeben werden, damit die Prellung heilt.

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