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Die Fakten: Travis Scott ist ein immens talentierter Houston-Eingeborener und einstiger Schützling von Kanye West. ASTROWORLD, sein drittes Soloalbum, ist wunderbar ehrgeizig, zumindest wenn es um die Beats geht. Fans seiner ersten beiden LPs werden viel zu bewundern finden. Die Woozy Auto-Tune ist zurück. Sein größtes Kapital ist sein Ohr — sein Geschmack für eindringliche Melodien und atmosphärische Beats.

Das Gute: „Stargazing“ hat zwei getrennte musikalische Sätze. Die erste ist ein langsames Schwimmen durch Psychedelie, und die zweite ist dringend und scharf. Scott balanciert die beiden Ideen wie ein Koch, der süß und sauer ausbalanciert und jede unter Einbeziehung der anderen verbessert. Auf „Sicko Mode“ neckt Scott Drakes Stimme, bevor er den Gang wechselt; „Sicko Mode“ hat nicht zwei, sondern drei musikalische Bewegungen. Es ist dieses kompositorische Denken, das Scott so interessant macht, und er vernachlässigt das Finale nicht. „Coffee Bean“ ist eine seidige Jazznummer, die um eine sanft streichelnde Gitarre herum aufgebaut ist, während Mr. Scott gurrt: „Ich bin schlecht, schlechte Nachrichten.“ Es ist der überraschendste Sound auf dem Album, für den letzten gespeichert.

Das Schlechte: Viele der Texte betreffen Scotts Vorstellung von Luxus — High Fashion, feine Drogen und sexuell qualifizierte Frauen. Die Flows sind ansteckend, und er zeigt gelegentlich etwas Witz oder dreht eine Phrase. Aber große Teile der Texte sind unpersönlich, wenig Humor und neigen zum Klischee.

Das Urteil: Bei einem Künstler wie Travis Scott hängt Ihre Laufleistung von Ihren eigenen Prioritäten ab. Die Musik könnte dir den Atem rauben, wenn der schlimmste Text dich nicht dazu bringt, die Augen zu verdrehen. Er ist sehr gut in dem, was er gut kann, aber er ist nicht das, was man als abgerundet bezeichnen würde. Doch nicht jeder, der etwas zu sagen hat, sagt es in Worten.

Wesentliche Tracks: „Coffee Bean“, „Stargazing“ und „Sicko Mode“

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